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Užupis – die unabhängige Republik in Vilnius

Pagrindinė II

Užupis ist der kleinste, gerade einmal 0,6 km² große Bezirk von Vilnius, der von der Altstadt durch den Fluss Vilnia getrennt ist. Užupis, das zu Beginn der 1990er ein recht unruhiger Ort war, hat sich zu einem schönen Miteinander von Künstlern, Intellektuellen und Geschäftsleuten entwickelt. Am 1. April 1997 haben die Einwohner von Užupis eigentlich zum Spaß, aber doch recht ernsthaft gestimmt, ihre Unabhängigkeit ausgerufen. Und was wäre eine unabhängige Republik ohne Geld, Regierung, Hymne, Verfassung und vor allem ohne einen freien Geist? In Užupis finden Sie alles.

Brücke von Užupis und Grenzposten

Kann es eine unabhängige Republik ohne Grenzposten geben? Der Hauptzugang zur Republik Užupis erfolgt über die Brücke von Užupis. Jedes Jahr zum 1. April lässt sich hier zur Feier des Tages der Unabhängigkeit der Zoll nieder, also können Sie Ihren Pass mit einem besonderen Stempel versehen lassen. Für den Rest des Jahres bezeugen die Brückengeländer die Abhängigkeit von der Liebe – Liebespaare versprechen sich mit Schlössern die gemeinsame Ewigkeit.

Unter der Brücke von Užupis

Erfahren Sie, was Ihnen das Schicksal vorherbestimmt hat: Steigen Sie unter die Brücke von Užupis und schauen Sie, ob das Flusswasser Sie auf der Schicksalsschaukel schaukeln lässt. Wenn Sie den Kopf zur Seite drehen, werden Sie sehen, dass Sie von einem weiteren Geheimnis von Užupis beobachtet werden – von der kleinen Meerjungfrau. Während des Hochwassers von 2004 beschloss Sie, auf Tauchgang zu gehen, kehrte jedoch nach Hause zurück und sitzt nun wieder in ihrer Ufernische. Aber Vorsicht: Ihr Gesang könnte Sie dazu verleiten, auf ewig in Užupis zu bleiben.

„Magnetai ir stebuklai“ („Magnete und Wunder“)

Wenn Sie sich plötzlich zu Užupis hingezogen fühlen, dann haben die Magnete ganze Arbeit geleistet. Besuchen Sie das besondere Tourismus- und Informationszentrum von Užupis, das voller kleiner Dinge, Fotos und Geschichten steckt, die jeden verzaubern. Erwerben Sie ein Souvenir, versenden Sie eine Postkarte mit dem seltenen Stempel der Post von Užupis oder erfahren Sie, was es neues und unentdecktes zu sehen gibt.

Die Skulpturen von Užupis

1996 hat eine Gruppe von Studenten der Kunstakademie von Vilnius in einem Haus am Fluss Vilnia eine Kunstgemeinschaft gegründet. Die Initiative fand viele Befürworter, deshalb haben die Künstler 2002 eine Vereinbarung mit der Vilniusser Stadtverwaltung getroffen und die Kunstgemeinschaft von Užupis (UMI) gegründet. Dieser Ort ist berühmt für seine mitunter wechselnden Skulpturen und Installationen. Kommen Sie vorbei, staunen Sie und schöpfen Sie neue Inspiration, lachen Sie oder erfahren Sie ein Gefühl des Unwohlseins.

Bernhardinerkloster

Das Kloster, das einst für seine große Bibliothek berühmt war, gehört heute zur Kunstakademie von Vilnius. Die Luft ist erfüllt von Freiheit, Kreativität und studentischem Lachen. Auf der anderen Seite des Flusses befinden sich der Tibetplatz und eine Mandala-Skulptur. Hierher kann man über eine Brücke ohne Namen gelangen, und auf dem Weg fallen die Vorhängeschlösser der Liebe ins Auge.

Jonas-Mekas-Zentrum für visuelle Künste

Das Haus der Avantgarde-Kunst, das Zentrum für visuelle Künste, wurde nach dem legendären Videokünstler Jonas Mekas, einem Ehrenbürger der Republik Užupis, benannt. In diesem Zentrum finden Sie die Werke der Begründer der modernen Kunstbewegung „Fluxus“ – Jonas Mekas und Jurgis Mačiūnas, ebenso die Experimente anderer moderner Künstler, die mit verschiedenen Medien arbeiten. Die hier stattfindenden Bildungsveranstaltungen sind der ideale Ort, um alles über den „Fluxus“ zu erfahren.

Der Engel von Užupis

Laut einer Legende hat der Dalai Lama diesen Ort für den Engel vorgeschlagen, als er Vilnius besuchte. Die Wahrheit ist aber auch sehr schön: Die Einwohner von Užupis haben einen Ort gesucht, an dem Sie den Schutzengel von Užupis, Zenonas Šteinys – Künstler und aktives Mitglied der Gemeinde, verewigen können. Er war es, der dabei geholfen hat, den nicht allzu schönen und ruhigsten Stadtbezirk zu dem Užupis zu machen, das wir heute kennen.

Die Verfassung von Užupis

Wie kann der bohemische Geist von Užupis in einem kurzen Manifest Platz finden? Es genügt ein Blick auf die Verfassung von Užupis. Artikel 41 hilft zu verstehen, wie die Ortsbewohner denken und leben, denn „Der Mensch hat das Recht, glücklich zu sein“. Die Verfassung wurde von zwei Bewohnern von Užupis – Romas Lileikis und Tomas Čepaitis – innerhalb von drei Stunden erstellt. Das auf einer Metallplatte verewigte Manifest ist heute in mehr als 50 Sprachen übersetzt worden und hängt an einer Wand der Paupio-Straße aus. Kommen Sie vorbei und erfahren Sie, dass „Der Mensch das Recht hat, neben dem Fluss Vilnia zu wohnen, und die Vilnia das Recht hat, neben dem Menschen zu fließen“.

Töpferei von Vilnius

In einem kleinen Keramikstudio erwacht das alte Handwerk zu neuem Leben. Unter Verwendung mittelalterlicher Werkzeuge, erschaffen die Töpfermeister Keramikwerke nach Überresten archäologischer Ausgrabungen. Werfen Sie einen Blick auf die Dauerausstellungen. Die Gründer der Töpferei können zu jedem Exponat interessante Geschichten erzählen. Geschichten kann man am besten bei einer Tasse Kaffee aus restaurierten Tassen anhören, oder bei dem Versuch, dem Ton selbst Leben einzuhauchen.

Kirche des Hl. Bartholomäus

Die kleine Kirche steht seit 1824 in Užupis, aber sie fügt sich fast vollständig in die benachbarten Häuser ein. Wer sie findet, den erwartet ein besonderer Ausblick vom Hügel. Zu Sowjetzeiten befand sich in der Kirche eine Skulpturenmacherei. Heute gehört die Kirche des Hl. Bartholomäus einer kleinen in Vilnius ansässigen Gemeinde weißrussischer Katholiken, und die Messe findet hier auf Weißrussisch und Polnisch statt.

Jonas-Mekas-Weg

Das Kunstwerk der Avantgarde kann man betreten. Der Weg verbindet die Kunstakademie von Vilnius mit der Užupio-Straße. Den Weg zieren Kunstwerke aus aller Welt. Die enge Allee wurde nach dem litauischstämmigen Filmemacher und Begründer des amerikanischen Avantgarde-Kinos Jonas Mekas benannt. Sie möchten noch mehr Avantgarde? Dann überqueren Sie die Vilnia auf der „Fluxus“-Brücke – der einzigen überdachten Fußgängerbrücke in Litauen, die Jurgis Mačiūnas gewidmet ist.

Das Erbe der Juden

Viele Jahre lang haben jüdische Händler in Užupis gelebt. Am Ende von Užupis befand sich der alte jüdische Friedhof. Heute ist davon nur ein Denkmal übrig. Den Schatten der in diesem Bezirk bis 1941 betriebenen Synagoge kann man in einem modernen Wohnhaus erkennen.

Altana-Berg

Die Bezeichnung eines der höchsten Hügel von Vilnius wird vom italienischen Wort altano abgeleitet, das Dachterrasse oder Pavillon bedeutet. Ein solcher Pavillon ist bis heute erhalten: Er wurde 1933 von der Vilniusserin Melanija Dluska und ihrem Mann errichtet. Beide züchteten hier exotische Pflanzen. Obwohl der Stadtrat keine Genehmigung erteilte, wurde das Gebäude trotzdem errichtet. Vom Hügel aus eröffnet sich ein eindrucksvolles Bild. Wenn Sie beim Užupis-Gymnasium die Treppen steigen und dem Pfad folgen, müssen Sie nicht weit gehen.

Holzarchitektur des Bezirks

Keine Sorge, Sie sind nicht auf dem Dorf gelandet. Sie befinden sich nur in einem besonders exzentrischen Teil von Užupis. In der Weißen Seitenstraße ist die Zeit quasi stehen geblieben. Hier erinnern die Gärten und die Holzhäuser an die lange Geschichte des Bezirks: So haben die ersten Häuser von Užupis ausgesehen.

Bernhardinerfriedhof

Auch wenn es scheint, dass es keinen Grund gibt, auf dem Friedhof spazieren zu gehen und sich dort umzusehen, so ist der Bernhardinerfriedhof doch einen Besuch wert. Er erinnert an einen Park, und deshalb war er im 19. Jh. ein beliebter Ort für einen Spaziergang. Auf dem 1810 angelegten Friedhof haben viele erhabene Personen ihre letzte Ruhestätte gefunden, so etwa der Maler Kanutas Ruseckas, der Künstler Vytautas Kairiūkštis und der Professor Leon Borowski.

Tymo-Markt

Vom 16.–19. Jh. befand sich hier das Gerberquartal der Stadt. Zu Sowjetzeiten wurde es abgerissen und erst vor kurzem zum Markt. Zur warmen Jahreszeit können Sie hier donnerstags den ersten Stadtmarkt für ökologische Produkte besuchen. Im Sommer können Sie freitags und samstags die „Open Kitchen“ besuchen und Street Food verkosten, das hier von Food-Trucks und den besten Restaurants der Stadt angeboten wird.

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