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Vilnius: Besuchen Sie die Stellen, die auf der Route von „Tschernobyl“ unterwegs sind.

Die Miniserie „Tschernobyl“, gedreht von HBO, ist zum heißesten Gesprächsthema sowohl unter den Kinoliebhabern, als auch unter den Gechichtsforschern geworden.

Die Handlung führt die Zuschauer in die sowjetische Ukraine am Morgen des 27. April 1986 und zu den danach folgenden Ereignissen zurück. Auf dem Bildschirm wird die vor 33 Jahren vom Menschen verursachte Kernkatastrophe lebendig. Den Darstellern der Serie ist es gelungen, die authentische Atmosphäre von dieser Zeit zu schaffen.

Zwar ist der berühmte „Tschernobyl“ nicht in der Ukraine gedreht worden – die idealen Orte wurden in Litauen entdeckt, die meisten davon in Vilnius. Es ist gefährlich, sich innerhalb von 30 Kilometer Entfernung der Stadt Tschernobyl zu befinden. Noch für weitere 20 000 Jahre ist dieses Gebiet nicht zum Leben geeignet. Aber an den von HBO gewählten Orten in Vilnius kann man zahlreiche Abenteuer erleben.

Von den Emmy Awards anerkannt

Chernobyl wurde bei den US Emmy Awards 2019 in 19 Kategorien nominiert und gewann in zehn davon, darunter den Titel der besten Mini-Serie sowie für das beste Drehbuch in der Kategorie Mini-Serien ausgezeichnet. Drehbuchautor Craig Mazin erwähnte Litauen mit Erhalt der Auszeichnung auf der Bühne, denn Chernobyl wurde in Vilnius gedreht. Ebenfalls wurde der Film mit goldene Emmy-Statuen für Regie, Filmarbeiten, Soundtrack, Sound-Regie, visuelle und Spezialeffekte ausgezeichnet.

Interessante Fakten

Die Serie wurde in 1000 Stunden an 40 unterschiedlichen Orten gedreht.

Am Filmen nahmen etwa 5000 Menschen teil.

„Tschernobyl“ ist das größte Projekt seiner Art, das in Litauen gefilmt worden ist.

Die Suche nach den notwendigen Drehorten

Die gemeinsame Geschichte von Litauen und der Sowjetukraine, sowie das Schließen des Kernkraftwerkes in Ignalina waren die wesentliche Gründe, warum die Serie in Litauen gedreht wurde. Eine der Aufgaben dabei war, auf die sowjetische Atmosphäre in Litauen zurückzugreifen. „Litauen ist ein Teil von Europa geworden und, um es zu werden, hat das Land einen langen Weg zurückgelegt, aber jetzt musste man zurückkehren und die Vergangenheitsschichten aufschließen“, sprach für die Presse der Serieentwickler Craig Masin.

 Im Kinostudio in Vilnius waren die ausmontierten Reaktoren wieder zusammengebaut worden. Aber der größte Teil der Handlung spielt in der Stadt – an 60 Tagen von 88 wurde in Vilnius gefilmt mit dem Ziel, möglichst lebensgetreu das Menschenleben und den Umfang der sowjetischen Lügen darzustellen.

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Verfolgen Sie die interessantesten Orte, an denen gefilmt wurde.


Start Your Journey

  1. Fabijoniskes – Pripetj

    Staneviciaus St.

Die Stadt Pripetj bildet einen wichtigen Teil in der Geschichte von „Tschernobyl“. Hier sieht man deutlich, wie die Sowjetmacht ihre Bürger behandelt hat. Um das Pripetj-Bild zu schaffen, passte am besten das Stadtviertel Fabijoniskes, das am Ende des neunten Jahrzehntes, bald nach der Tschernobyl–Katastrophe erbaut worden war. „Es widerspiegelte herrlich die Idee von Pripetj – das Bild einer idealen sowjetischen Stadt. Fabijoniskes ist eine symetrische, strukturierte Stadt und passt wunderbar für die gerade im Kino populär gewordenen Mode, Stil und Architektur jener Zeit: mit ihren agressiven Formen und Betongrau“, betont Jonas Spokas, Leiter der Drehplätze von „Tschernobyl“ und der Filmgesellschaft „Baltic locations“. Das Viertel passte auch deshalb gut, weil es auf den Höfen von mehrstöckigen Häusern keine alten Bäume gab – denn Pripetj war eine junge, neu gebaute Stadt.

  1. Museum der Okkupation und der Freiheitskämpfe – das KGB-Gefängnis

    Auku St. 2A

Eines der meistbesuchten Museen in Litauen war 50 Jahre lang das KGB-Gefängnis, wo authentische Zellen und Polterräume erhalten geblieben sind. Beim Filmen der Szene dort waren die Möbel, welche die Gefangenen benutzt haben, in den Räumen gelassen. „Im Museum haben wir verstanden, dass uns die Gespenster der vergangenen Geschichte umringen. Man hat uns die Zellen gezeigt und von den Foltermethoden erzählt, was man sich kaum vorstellen kann“, erzählt C. Masin während seiner Blogsendung gesprochen.

  1. Das Kultur- und Sportpalast vom Ministerim der Innenangelegenheiten als Hotelrestaurant in Pripetj

    Žirmūnų St. 1E

Das im Jahre 1982 erbaute Gebäude hat bis heute einen Teil der Geschichte verwahrt. Authentische Möbel, die Kaffeemaschine und der Wandbeschlag bilden echt einen kinomatografischen Platz. „Obwohl wir da nur die Szene, wenn drei Freiwillige ausgewählt werden, gefilmt haben, verzaubert mich dieses Gebäude besonders“, erzählt J. Spokas. Das Gebäude verkörpert das Moderne der Architektur der Sowjetzeit und man hat das Gefühl, das die Zeit stehen geblieben ist.

  1. Architektur – Fakultät der Vilniusser Technischen Universität Gediminas in der Trakų Str.

    Trakų St. 1

Auf einer der ältesten Vilniusser Straßen steht der Palast aus dem XVIII Jh., dessen Säle an die Sowjetzeit erinnern und sie wurden zu einem perfekten Hintergrund für das im Film dargestellte Gerichtsverfahren.

Die Zeugen der Tschernobyl-Ereignisse erinnern daran, dass das Verfahren eilig in einem Schulsaal ausgetragen worden war. Im ehemaligen Schloss von Grafen Tiskeviciai war nach dem Zweiten Weltkrieg die höhere Schule untergebracht worden, deshalb passte das Interieur als Illustration der  Filmzeitspanne.

  1. Ehemaliges Regierungsgästehaus

    Latviu St. 70

Im Gästehaus, das im ruhigen, grünen Viertel Zverynas neben der Botschft von Russland liegt, waren etwa 20 Jahre lang die bekanntesten sowjetischen Politiker abgestiegen. Hier haben der Leiter der Sowjetunion der Präsident Michail Gorbatschow und der Präsident von den USA Richard Nixon geweilt. Das authentische Gebäude erinnert vollkommen an die Sowjetzeit und die Sitzungen der Funktionäre.

©Sky UK Ltd/HBO. Photographer Liam Daniel