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Die Erzbischöfliche Basilika

+370 5 261 07 31
Katedros a. 1

I–VII 7.00–19.00

Die Erzbischöfliche Basilika

Die Erzbischöfliche Basilika des Hl. Stanislaw und Hl. Wladyslaw ist das wichtigste Gebetshaus der Katholiken des ganzen Landes. In der Kathedrale werden auch die größten christlichen, nationalen und staatlichen Feierlichkeiten durchgeführt. Der Basilika-Status wurde der Erzbischöflichen Kathedrale im Jahre 1922 erteilt. Das Wort „Basilika“ bedeutet „Die Königliche“. Es ist die höchste Kategorie, die vom Papst nur besonderen Kirchen zuerkannt wird.

In den Katakomben der Erzbischöflichen Kathedrale wurden die berühmtesten Persönlichkeiten des Großfürstentums Litauen bestattet: Adlige, Bischöfe und Fürsten; desweiteren auch der Enkel von Gediminas und mächtigste Herrscher Litauens, Vytautas der Große mit seiner Ehefrau Ona. Auch zwei Königinnen ruhen hier, die Ehefrauen von Žygmantas Augustas – Elžbieta Habsburgaitė und Barbora Radvilaitė – letztere als die schönste Frau Europas Ihrer Zeit bezeichnet.

Im königlichen Mausoleum unter der Kapelle des Hl. Kasimir ruht der Großfürst Litauens und König Polens, Alexander. Er ist der einzige in Vilnius bestattete Herrscher Litauens und Polens.

Die Erzbischöfliche Kathedrale birgt auch die Urne mit dem Herzen des Königs Vladislovas Vaza.

Die Katakomben enthalten die ältesten Mauern der Tempel aus dem 13.-15. Jahrhundert sowie das älteste im Litauen des 14. Jahrhunderts gemalte Wandgemälde.

Besuchszeiten, Messen

Die Erzbischöfliche Basilika ist montags bis samstags von 7.30 bis 20.00 Uhr für Besucher geöffnet. Die Zeiten der Feier der Hl. Messen in der Erzbischöflichen Basilika: Montag – Samstag am Morgen um 8.00 und 9.00 Uhr in der Kapelle des Hl. Kasimirs; am Abend um 17.30 Uhr an dem Hauptaltar und um 18.30 Uhr in der Kapelle des Hl. Kasimirs. Sonntag um 8.00, 9.00, 10.00 Uhr (Hl. Messen für Jugendliche), 11.15 Uhr (Hl. Messe für Kinder) und 12.30 Uhr (die Hl. Messe des Mittags) sowie am Abend ab 17.30 und 18.30 Uhr.

Führungen in die Katakomben der Erzbischöflichen Basilika

Auf Wunsch werden Führungen in die Katakomben der Erzbischöflichen Basilika für Gruppen auf Litauisch, Russisch und Polnisch veranstaltet. Die Führung sollte eine Woche zuvor gebucht werden. Karte 4,50 EUR. Mehr Information erhalten Sie unter Tel.: +370 5 261 11 27.

Glockenturm 

Der gegenüber der Kathedrale stehende Glockenturm ist der am besten erhaltene Burgmauerturm Vilniusser Burganlagen. Er ist 57 Meter hoch. Das heutige Bild erhielt der Glockenturm nach seinem Umbau vor 200 Jahren. Es wird vermutet, das der viereckige, unter der Erde liegende, Teil des Turmes im 13.–14. Jahrhundert gebaut wurde. Der runde Teil des Turmes mit schmalen Öffnungen (Schießscharten) stammt aus dem 14. – 16. Jahrhundert. Der Turm wurde später zum Glockenturm ausgebaut. Er wurde erhöht. Der obere, teilweise barocke, teilweise klassizistische Teil, wurde dazugebaut. Der Turm sieht aber trotz dieser Mischung unterschiedlicher Architekturstile anmutig und harmonisch aus.

Im 17. Jahrhundert wurde im Turm eine Uhr eingebaut. Das Besondere an ihr ist der fehlende Minutenzeiger, weshalb sie alle 15 Minuten die Glocke schlägt. Über viele Jahrhunderte stiegen die Uhrmacher abwechselnd einmal in der Woche die 92 Treppen zur Turmspitze und zogen den Uhrmechanismus auf.

Vor einigen Jahren wurden die Uhrmacher im Glockenturm durch automatisierte Technik ersetzt.

Kathedralenplatz

Der Kathedralenplatz ist – wie schon ausgeführt – das historische Zentrum der Stadt. Hier, am Zusammenfluss von Neris und Vilnia, an der Kreuzung der alten Handelswege, begann sich die Stadt Vilnius zu entwickeln.

Im Mittelalter sah das Stadtzentrum anders aus. Der ganze heutige Kathedralenplatz war vom Fluss Vilnia umschlossen. Dort, wo sich heute die Barboros-, Radvilaitės-, Šventaragio- und Tado Vrublevskio-Straßen erstrecken, floss damals Wasser, in dem sich die Fische vergnügten. Auf diesem Platz also war mehrere Jahrhunderte lang die litauische Staatsmacht konzentriert, die politische, militärische wie geistliche.

Neben der Erzbischöflichen Basilika wurden zum Schutz der Stadt drei Burgen gebaut: die Obere, die Untere und die Schiefe Burg. Die auf dem Pflaster des Platzes heute verlegten roten Granitplatten zeigen die Grenzen der damaligen Stadtmauer mit dem Westlichen Tor, der Türme und der Gebäude des Bischofspalastes. Die Vilnia wurde noch zu Zeiten Gediminas umgeleitet. In diesem Flussbett fließt sie auch heute noch. Dadurch gerieten die Obere und die Untere Burg auf eine Insel. Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert wurde der Großteil der Unteren Burg abgerissen und das alte Flussbett mit den Resten verfüllt. Damit erhielt der Kathedralenplatz seine jetzige Form.

Gediminas-Denkmal

Das Denkmal stellt den Großfürsten Litauens, Gediminas dar. Der Architekt des Denkmals ist ein US-Litauer, Vytautas Kašuba.

Gediminas, der Gründer von Trakai und der Stadt Vilnius ist einer der berühmtesten Herrscher des alten Litauens. Sein Ruhm kann man nur mit Vytautas dem Großen vergleichen, der übrigens ein Enkel von Gediminas war.

Gediminas ist im Jahre 1275 geboren worden und im Jahre 1341 verstorben. Er regierte das Großfürstentum Litauen 25 Jahre und verlegte die Hauptstadt Litauens von Trakai nach Vilnius. Gediminas war mehr Diplomat, denn Feldherr und zog die Aufmerksamkeit Europas auf Litauen. In seinem Briefverkehr mit dem Westen Europas wurde im Jahre 1323 erstmals der Name von Vilnius erwähnt. Das Jahr 1323 gilt seitdem als Gründungsjahr von Vilnius.

Gediminas dehnte die Staatsgrenzen und den Einflussbereich des Großfürstentums weit nach Osten und Süden aus. Zu seinen Zeiten wurden Vitebsk und Wolyn an das Großfürstentum Litauen angeschlossen. Andere Länder der Kiewer Rus wurden zu Vasallenstaaten. Das von Gediminas geführte Heer erreichte auf seinem Eroberungszug beinahe Berlin.

Zu den Zeiten Gediminas verdoppelte sich die Fläche Litauens.