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Steine des Gedenkens

Vilniaus g. 31

Steine des Gedenkens

Im Straßenpflaster der Vilniuser Altstadt können die Einwohner und die Besucher der Stadt mit Kupfer bedeckte „Steine des Gedenkens“ entdecken. Sie befinden sich dort zur Erinnerung an acht während des Holocaust getötete ehrenvolle Bürger von Vilnius.

Es ist kein Zufall, dass sich diese acht Gedenktafeln in der Rūdninkų-, Vokiečių-, Vilniaus-, Islandijos- und Vasario-16-osios-Straße befinden, denn hier arbeiteten, studierten oder lebten viele sich um Vilnius verdient gemachte Persönlichkeiten: berühmte Ärzte, Chronisten des Vilniuser Gettos, die Begründer des ersten vegetarischen Restaurants in Vilnius u. a. m.

Das Projekt „Steine des Gedenkens“ wurde in der Rūdninkų-Str. 8 vorgestellt, wo im früheren jüdischen Realgymnasium der talentierte Jugendliche Itzhak Rudaševskis lernte, der Aufzeichnungen für die Reifung zukünftiger Generationen hinterlassen hat, in denen er das mit jugendlichen Augen geschaute Leben im Ghetto erzählt. Im Straßenpflaster der Rūdninkų-Straße ist eine Kupfertafel zu sehen, die Zeugnis von der Geschichte von Vilnius und von den hier lebenden Menschen ablegt.

Zwei weitere „Steine des Gedenkens“ kann man nahe des Hauses Nr. 14 in der Vokiečių-Straße finden, wo die jüdische Familie Fania und Lazar Lewando das wahrscheinlich erste vegetarische Restaurant Litauens betrieben. Fania war nicht nur eine ausgezeichnete Küchenchefin, sondern auch eine Lehrerin, denn sie unterrichtete in der ebenfalls dort befindlichen, von ihr selbst eingerichteten Kochschule die Zubereitung vegetarischer Speisen. Die Rezepte dafür beschrieb sie detailliert in dem 1938 erschienen Buch „Vegetarisch-diätisches Rezeptbuch: 400 Gerichte, ausschließlich aus Gemüse zubereitet“.

Der „Stein des Gedenkens“ nahe Ecke Vilniaus-Str. 33 und Islandijos-Str. 2 erinnert an den Arzt Dr. Samuelis Margolis, der hier lebte und Kranke behandelte. Gleich daneben, Ecke Vilniaus-Str. 31 und Islandijos-Str. 1 befindet sich im Boden eine Tafel, die der Erinnerung an den Arzt Dr. Jakovas Vygodskis gewidmet ist, der 1918-1919 als Minister ohne Portefeuille für jüdische Angelegenheiten arbeitete. Weitere drei „Steine des Gedenkens“ kann man nahe Ecke Vasario-16-osios-Str. 8 und Šermukšnių-Str. 1 finden: zur Erinnerung an die Mitglieder der Familie Šemiavičiai – Lejba, Chaja und Leja –, die während des Holocaust ermordet wurden.

Das ist ein internationales Projekt, an das sich Litauen als erster baltischer Staat angeschlossen hat. Die „Steine des Gedenkens“ sind in 18 Staaten Europas an mehr als 53000 Orten zu finden. Die Idee, acht dieser Gedenktafeln in Vilnius anzubringen, stammt von dem deutschen Künstler Gunter Demnig.