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Großes und Kleines Ghetto

Aplink Vokiečių g./ Around Vokiečių street

Großes und Kleines Ghetto

Diese Straßen gehörten zum mittelalterlichen jüdischen Stadtviertel, das sich von der Didžioji- Straße im Westen und bis zur Dominikonų- und Vokiečių-Straße im Osten erstreckte. Im Zweiten Weltkrieg war hier kurze Zeit das sogenannte Kleine Getto angesiedelt (Stiklių-, Gaono-, Antokolskio- und Žydų-Straße); in diesem Viertel haben ca. 11000- 12000 Juden gelebt, größtenteils jüdische Intelligenz, Hilfsarbeiter und Arbeitslose. Das Kleine Getto bestand bis zum Jahre 1941.

In der Žydų-Straße stand die Große Synagoge (sie blieb nicht erhalten); darin konnten ca. 3000- 5000 Betende Platz finden. Hier verwahrte man 18 Torarollen. Nicht weit entfernt standen das Gebetshaus des Gaon, die berühmte Strašūnas- Bibliothek und andere religiöse Gebäude des  Synagogenhofes. Die Sowjetmacht zerstörte das alles vollständig.

An der Stelle der Großen Synagoge wurde ein Kindergarten gebaut, nicht weit davon steht das Denkmal für den Gaon, genau an der Stelle, wo einst sein Haus stand. Schmale und krumme Gassen mit Querarkaden haben ihr damaliges Aussehen erhalten. Von der altertümlichen Architektur ist einiges erhalten geblieben, vor allem die Wohnhäuser in der Stiklių- und Gaono-Straße.

Das Große Ghetto von Vilnius existierte vom 6. September 1941 bis zum 23. September 1943 (in den Straßen Lydos, Rūdninkų, Mėsinių, Ašmenos, Žemaitijos, Dysnos, Šiaulių, Ligoninės). Es zählte etwa 29 000 Juden, die größtenteils im Stadtbezirk Paneriai von Hitlersoldaten und ihren örtlichen Helfershelfern ermordet wurden. Die Rūdninkų Str. 18 ist der Ort, an dem das Haupttor zum Großen Ghetto stand. Hier befindet sich eine Gedenktafel mit einem Plan des Ghettos. Das Stadtviertel zwischen den Straßen Ašmenos, Dysnos und Mėsinių war der erste Stadtteil, in dem das alte historische Vilnius wiederhergestellt wurde. Hier befindet sich das Jüdische Kultur- und Informationszentrum. Die Žemaitijos Str. trug 1921-1951 den Namen von M. Strashun. Die von Matitjachu Strashun zusammen getragenen Bücher wurden zum Kernstück der größten Judaika-Bibliothek Europas (1892). Die Bibliothek wurde zusammen mit der Großen Synagoge vernichtet. Nachdem Litauen seine Unabhängigkeit wiederhergestellt hatte, wurde der Tag der Liquidierung des Großen Ghettos von Vilnius zum Tag der Genozidopfer unter den Juden in Litauen erklärt.